<![CDATA[MARC MASSELIER - Blog]]>Thu, 06 May 2021 10:57:44 +0200Weebly<![CDATA[Eigenheimbesitzer können Hypozins zurückfordern!]]>Thu, 06 May 2021 07:46:26 GMThttps://masselier.ch/blog/eigenheimbesitzer-koennen-hypozins-zurueckfordern
Wer vor dem Jahr 2015 eine Geldmarkthypothek ­abgeschlossen hat, sollte seinen Kreditvertrag genau studieren: Ist darin für den Fall eines negativen Libor-Satzes keine Untergrenze ­vereinbart, muss die Bank den zu viel verlangten Zins zurückzahlen. 

Die Geldmarkthypothek ist seit Jahren der günstigste Eigenheimkredit – und deutlich billiger als langjährige Festhypotheken. Daher wählen viele Wohneigentümer eine Libor-­Hypothek. Sie orientiert sich am Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Dieser Satz liegt seit ein paar Jahren im Minus. Die Banken änderten aber entgegen dem Vertrag die Berechnungsbasis.

Das war unzulässig, entschied nun das Obergericht des Kantons Zürich. Das bedeutet: Betroffene Eigenheimbesitzer können die zu viel bezahlten Zinsen von der Bank zurückzufordern. Das gilt für Hausbesitzer, die vor dem Jahr 2015 eine Libor-Hypothek abschlossen. Denn damals fiel der Libor-Satz unter die Nullgrenze.

Das Obergericht beurteilte folgenden Fall: Ein Hauseigentümer schloss 2012 mit einer Zürcher Bank einen Vertrag über eine Libor-Hypothek ab. Danach hätte er den je­weiligen Libor-Zins plus eine Marge von 0,4 Prozent zahlen müssen. Anfang 2015 fiel der Libor mit mehr als 0,7 Prozent ins Minus. Somit wäre der Hausbesitzer keinen Zins mehr schuldig gewesen – sondern hätte sogar Anspruch auf eine Gutschrift. 

Trotzdem schickte die Bank dem Kunden regelmässig sogenannte Zinsbestätigungen. Darin hiess es: «Im Falle eines negativen Libor-­Satzes wird ein Libor-Satz von 0,0 % verwendet.» Die Bank belastete dem Mann weiterhin die Marge von 0,4 Prozent. Der Kunde wehrte sich zunächst nicht. Im Jahr 2019 forderte er aber beim Bezirksgericht Zürich die zu viel bezahlte Marge von 222 000 Franken von der Bank zurück. Das Gericht wies die Klage ab. Die Bank habe den geltenden Zinssatz regelmässig mitgeteilt. Der Kunde habe darauf nicht reagiert und den Zins somit stillschweigend akzeptiert.

Mitteilung ist keine Vertragsänderung
Das Zürcher Obergericht sah dies anders: Sendet eine Bank dem Darlehensnehmer eine Mitteilung über den aktuellen Zinssatz, liege noch keine Vertragsänderung vor – selbst wenn der Kunde nicht antwortet und die verlangten Zinsen zahlt. Ein Bestätigungsschreiben sei höchstens ein Hinweis, dass der ­genannte Zins vereinbart sei. Das Obergericht schickte den Fall zurück ans Bezirksgericht, damit dieses abkläre, was die Parteien genau vereinbart haben.

Inzwischen ist das Urteil des Obergerichts rechtskräftig (LB200029 vom 19. Januar 2021). Damit dient es Libor-Kunden als rechtliche Grundlage, um ihr zu viel bezahltes Geld zurückzuverlangen – maximal die bezahlte Marge auf dem Libor. Einen nega­tiven Zins kann man von der Bank nur einfordern, sofern dies ausdrücklich vereinbart wurde: So hat das Bundesgericht entschieden (Urteil 4A_596/2018 vom 7. Mai 2019).

 Tipp: Eigenheimbesitzer mit einer Libor-Hypothek sollten prüfen, was genau im Vertrag steht. Wurde darin die Untergrenze des Libors nicht bei 0 Prozent vereinbart, können sie die zu viel bezahlte Marge zurückfordern. Betroffene können dazu einen Musterbrief bei uns bestellen. 
]]>
<![CDATA[Rückforderung Abgaben Radio & TV 2020 jetzt möglich!]]>Wed, 05 May 2021 06:57:41 GMThttps://masselier.ch/blog/rueckforderung-abgaben-radio-tv-2020-jetzt-moeglich
Dass Sie den Rückerstattungsantrag überhaupt stellen können gelten folgende Bedingungen
  • Sie befinden sich in der Tarifstufe 1 und nicht höher
  • Ihre Jahresrechnung weist einen Verlust oder keinen Gewinn (CHF 0.00) aus
  • Sie haben im Geschäftsjahr 2020 weniger als 1 Million CHF Umsatz gemacht

Wenn Ihr Unternehmen Gebühren für Radio & TV (UARTV) bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung für das Geschäftsjahr 2020 zahlen muss oder bereits bezahlt hat, können Sie diese Gebühr nun zurückfordern.

Die für die Gebührenrechnung zuständige MWST Behörde hat auf den Rechnungen (Rückseite) eine Information publiziert, wie Sie die Gebühren via Onlineformular zurück fordern können.

​Ist Ihr Unternehmen nicht MWST pflichtig oder Sie verwenden nicht das Online-Abrechnungsportal der MWST verwenden Sie dieses Formular
Ist Ihr Unternehmen MWST pflichtig und Sie verwenden das Online-Abrechnungsportal der MWST, dann können Sie direkt im Portal in den Geschäftsfällen Radio & TV Gebühr den Rückerstattungsantrag stellen.
]]>
<![CDATA[Arbeitslosenkasse - Spesen sind nicht sozialversicherungspflichtig!]]>Sun, 25 Apr 2021 09:40:37 GMThttps://masselier.ch/blog/arbeitslosenkasse-spesen-sind-nicht-sozialversicherungspflichtig
Bei einem Beratungsgespräch mit einem unserer Privatkunden der aufgrund der Corona-Krise schon fast 1 Jahr arbeitslos ist und sich auch in einer arbeitsmarktlichen Massnahme befindet, ist uns eine Unregelmässigkeit in der monatlichen Taggeld-Abrechnung der Arbeitslosenkassen aufgefallen, welche gegen geltendes Gesetz verstösst. Eine erweiterte Ermittlung bei rund 100 Personen (in derselben Situation) hat ergeben, dass dieser Vorfall beileibe kein Einzelfall ist, sondern Anzeichen für Systematik aufweist und dies über diverse Kantone in der ganzen Schweiz verteilt.
  1. Ist uns aufgefallen dass überhaupt keine Spesen abgerechnet wurden;
  2. Ist uns aufgefallen, dass Spesen mit Sozialversicherungsabzug abgerechnet wurden;
  3. Ist uns aufgefallen, dass dies regelmässig, in div. Kantonen und über längere Zeiträume vorkommt;

Erstattung Reise- und Verpflegungskosten bei AMM (Arbeitsmarktlichen Massnahmen)
Wenn Sie arbeitslos sind, kann Sie das RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) in eine AMM (Arbeitsmarktliche Massnahme) wie Bewerbungskurs, Beschäftigungsprogramm, Staplerkurs, Standortorientierung usw.) einteilen. Für die Dauer dieser Massnahme muss die ALK (Arbeitslosenkasse) Ihnen Reise- und Verpflegungskosten über die monatliche Taggeld-Abrechnung abrechnen und auszahlen. Dies sind gemäss Schweizer Arbeitsgesetz Spesen und somit nicht sozialversicherungspflichtig. Das heisst für Sie als Taggeldbezüger:
  1. Prüfen Sie Ihre monatliche Taggeldabrechnung ob diese Spesen überhaupt aufgeführt und somit an Sie ausbezahlt werden;
  2. Prüfen Sie Ihre monatliche Taggeldabrechnung, ob die Spesen unterhalb der Netto-Taggeldsumme und somit als sozialversicherungsfreie Spesen aufgeführt wurden;
  3. Wenn Sie nicht sicher sind - kontaktieren Sie einfach uns, dass wir die Belege für Sie prüfen.

Was tun Sie wenn die Taggeldabrechnung offenbar fehlerhaft ist?
  1. Rufen Sie einfach die für Sie zuständige Arbeitslosenkasse (nicht das RAV) an und weisen Sie die Arbeitslosenkasse darauf hin, dass gemäss der Randziffer A62 des Kreisschreibens AVIG Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, die Vergütung der Auslagen für arbeitsmarktliche Massnahmen (AMM), insbesondere die Beiträge an Verpflegungs- und Unterkunftskosten nicht Naturallohn im Sinne der AHV-Gesetzgebung und somit nicht beitragspflichtig sind. Wenn die Person am Telefon nicht sagt, dass die Arbeitslosenkasse das korrigieren und Ihnen eine korrigierte Abrechnung zuschickt, verlangen Sie von der Arbeitslosenkasse eine Verfügung;
  2. Sobald Sie die Verfügung erhalten haben, können Sie mit einer Einsprache beantragen, dass die fehlerhafte Taggeldabrechnung zu korrigieren ist. Die Eingabefrist der Einsprache ist auf der Verfügung zu finden;
  3. Sie sollten dann eine korrigierte Abrechnung von der Arbeitslosenkasse erhalten. Geschieht dies nicht, kontaktieren Sie uns oder Ihren Rechtsvertreter für alle weiteren Schritte.

AVIG Praxis AMM Randziffern A58 bis A62 (Seite 27)
Erklärungs-Muster Taggeldabrechnung Arbeitslosenkasse
]]>
<![CDATA[Eigenheimfinanzierung mit Pensionskasse ist heikel!]]>Mon, 12 Apr 2021 13:42:27 GMThttps://masselier.ch/blog/eigenheimfinanzierung-mit-pensionskasse-ist-heikel
Immer mehr Haushalte müssen Gelder aus der zweiten Säule einsetzen, um Wohneigentum erwerben zu können. Wie geht das und worauf müssen Sie achten?

Für viele Schweizer Haushalte ist der Traum vom Eigenheim in den vergangenen Jahren immer weiter in die Ferne gerückt. Die Hypothekarzinsen befinden sich zwar auf einem rekordtiefen Niveau – zehnjährige Gelder erhält man in diesen Tagen problemlos für 1% oder noch weniger. So gesehen, könnten sich Frau und Herr Schweizer eine viel teurere Immobilie leisten als noch vor einigen Jahren, als eine solche Hypothek das Doppelte oder mehr gekostet hat. Doch so funktioniert die Rechnung nicht.

Finanzierungsregeln als Hürde
Einerseits haben die Preise für Wohneigentum in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Allein 2020 wurden schweizweit für Eigentumswohnungen durchschnittlich 2,7% mehr gezahlt als im Vorjahr, in der Region Zürich waren es sogar 6,2%.

Dazu haben nicht zuletzt die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten beigetragen, die vielerorts das Kaufen zur günstigeren Variante machen im Vergleich zum Mieten. Die Folge: Seit dem Jahr 2000 sind Eigenheime in Relation zu den Haushaltseinkommen im Trend immer teurer geworden. Gemäss Daten der UBS musste man 2000 für ein Eigenheim etwa 4,5 Jahreseinkommen aufwenden, 2021 sind es fast 6,5.
Andererseits helfen die niedrigen Finanzierungskosten den Hauskäufern nicht, wenn es um die Frage geht, ob die Bank ihnen die Zusage für eine Finanzierung erteilt. Für diese Entscheidung wenden die Kreditgeber nämlich den sogenannten kalkulatorischen Zins an, der meist 5% beträgt, zuzüglich mindestens 1% für Unterhaltskosten und Amortisation der Hypothek.

Diese fiktiven Kosten dürfen nicht mehr als einen Drittel des Haushaltseinkommens ausmachen. Bei einer Hypothekarsumme von CHF 800`000.- muss der Jahresverdienst also mindestens CHF 144`000.- betragen. Selbst Haushalte, die über ein höheres Durchschnittseinkommen verfügen, können sich vielerorts keine 4,5-Zimmer-Eigentumswohnung leisten, schon gar nicht in den teuren Gebieten.
An dieser Stelle kommt die Pensionskasse ins Spiel. Sie kann zum Rettungsanker werden, wenn ein Haushalt die Finanzierungsregeln der Hypothekargeber nicht erfüllt. Wer über zu wenig Eigenkapital verfügt – gefordert werden in der Regel mindestens 20% des Kaufpreises – kann bei einer Beleihung von 80% bis zu 10% des Kaufpreises durch Gelder aus der Pensionskasse als Eigenkapital beibringen. Soll der Eigenkapitalanteil über dem Mindestwert von einem Fünftel liegen, können auch mehr Pensionskassengelder herangezogen werden. Immer unter der Voraussetzung, dass der Anteil des sogenannten harten Eigenkapitals, das nicht aus der zweiten Säule stammt, mindestens 10% beträgt.

Wer dagegen genug Eigenmittel besitzt, aber ein zu niedriges Einkommen hat, kann mit den Pensionskassengeldern die benötigte Hypothekarsumme reduzieren. Im obigen Beispiel müssten dann nur CHF 700`000.- aufgenommen werden und statt CHF 144`000.- müsste der Haushalt nur CHF 126`000.- pro Jahr verdienen, um einen Kredit zu erhalten.

Wichtige Voraussetzungen
Die Verwendung von Pensionskassengeldern im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung ist jedoch an Voraussetzungen geknüpft. Sie dürfen nur für den Kauf von selbstbewohnten Liegenschaften, den Erwerb von Anteilscheinen von Wohnbaugenossenschaften, Renovationen bzw. wertvermehrende Investitionen oder die Rückzahlung von Hypotheken vorbezogen werden. Die Finanzierung von Renditeobjekten oder Zweitwohnungen ist dagegen nicht zulässig.

Ein Vorbezug der zweiten Säule ist nur bis drei Jahre vor Entstehung des Anspruchs auf Altersleistungen möglich. Bis zum Alter von 50 Jahren ist es erlaubt, das gesamte angesparte Vorsorgekapital zu verwenden. Danach darf nur noch auf die Freizügigkeitsleistung zugegriffen werden, auf die man im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätte, oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung zum Zeitpunkt des Bezugs.

Die Mindestsumme für einen Vorbezug beträgt CHF 20`000.- und von der Möglichkeit darf nur alle fünf Jahre Gebrauch gemacht werden. Bei Paaren darf die versicherte Person ihre zweite Säule nur vorbeziehen, wenn der Ehepartner oder die eingetragene Partnerin dem schriftlich zustimmt. Einen Strich durch die Rechnung kann in gewissen Fällen die Pensionskasse machen. Wenn sich diese nämlich in einer Unterdeckung befindet, kann sie den Vorbezug einschränken oder verweigern, wenn das so in ihrem Reglement vorgesehen ist.

Wichtig sind auch die steuerlichen Folgen. Werden Gelder vorbezogen, sind sie so zu versteuern wie eine Kapitalauszahlung zum Zeitpunkt der Pensionierung. Diesen Effekt gilt es einzukalkulieren, wenn man einen gewissen Betrag als Eigenkapital benötigt. Ein steuerlicher Vorteil ergibt sich bei genauer Betrachtung nur sehr selten, wenn man einen Teil vorbezieht und sich einen weiteren Betrag zum Zeitpunkt der Pensionierung auszahlen lässt, statt die gesamte Summe auf einmal zu entnehmen.

Entsprechend muss jeder Einzelfall für sich angeschaut werden. Ebenfalls zu beachten ist, dass steuermindernde Einkäufe in die Pensionskasse nicht möglich sind, solange das vorbezogene Kapital nicht wieder zurückgeführt wurde.

Verpfändung als Alternative
Wird das Wohneigentum veräussert, ist der vorbezogene Betrag wieder in die Pensionskasse einzuzahlen. Gleiches gilt, wenn jemandem Rechte an dem Wohneigentum – wie etwa eine Nutzniessung – eingeräumt werden, die einem Verkauf gleichkommen. Keine Rückzahlungspflicht löst dagegen die Übertragung des Eigenheims auf einen vorsorgerechtlichen Begünstigten aus, also beispielsweise den Ehegatten oder ein minderjähriges Kind.

Bei einem Vorbezug stets zu bedenken sind die Folgen für die Versicherungsleistungen. Immer einen Einfluss gebt es dabei auf das Alterskapital. Wir rechnen ein einfaches Beispiel vor, bei dem der Versicherte ein Bruttoeinkommen von CHF 100`000.- erzielt und im Alter von 40 Jahren CHF 100`000.- aus der Pensionskasse entnimmt.

Unter der Annahme einer durchschnittlichen Verzinsung des Altersguthabens von 1,5% pro Jahr tut sich im ordentlichen Pensionsalter von 65 Jahren in der Pensionskasse eine Lücke von CHF 160`000.- auf. Bei einem Umwandlungssatz von 5,5% bedeutet das ein Absinken der Rente von CHF 28`325.- auf CHF 19`525.- also eine jährliche Einbusse von CHF 8`800.- bzw. fast einem Drittel.

Eine solche Schmälerung der Rente könne man verhindern, indem man die Lücke in der Pensionskasse wieder füllt. Allerdings steigt der dafür nötige Betrag von Jahr zu Jahr. Will man im genannten Fall die Lücke im Alter von 50 Jahren schliessen, ist dazu ein Betrag von rund CHF 128`000.- nötig.

Überprüfen muss man in jedem Fall auch die Auswirkungen eines Vorbezugs auf die Leistungen der Invaliden- und der Hinterlassenen Rente. Zwar sind diese heutzutage in der Regel an das versicherte Gehalt gekoppelt, bei einigen Pensionskassen gilt aber noch die früher übliche Bindung an das Alterskapital.

Alternativ zum Vorbezug ist es auch möglich, das Alterskapital zu verpfänden, um fehlendes Eigenkapital zu ersetzen. In diesem Fall ist es möglich, einen höheren Kreditbetrag aufzunehmen, üblicherweise bis zu CHF 900 000.- bei einem Kaufpreis von 1 Mio. Fr. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass das Altersguthaben nicht angefasst und die Leistungen nicht geschmälert werden. Allerdings haftet man dann auch mit dem Vermögen, das eines Tages das Einkommen speisen soll und die Tragbarkeitsregeln sind schwerer einzuhalten. Wir raten normalerweise von diesem Weg ab, ausser die Bank gewährt ihren Kunden spürbar bessere Kreditkonditionen.

Allgemein empfehlen wir, den PK-Vorbezug gut abzuwägen. Gerade wenn die Tragbarkeit nur knapp gegeben ist, sind die Risiken hoch. Am sinnvollsten ist es, wenn der Vorbezug als Überbrückungsfinanzierung fungiert und innerhalb von höchstens zehn Jahren wieder in die Kasse eingezahlt wird.
]]>
<![CDATA[IT-Kauf: So finden Sie den passenden Computer-Bildschirm]]>Mon, 15 Mar 2021 14:19:48 GMThttps://masselier.ch/blog/it-kauf-so-finden-sie-den-passenden-computer-bildschirm
Bildschirmformat 
Bis zu einer Grösse von 27 Zoll (70 cm) haben die meisten Monitore das Format 16 : 9. Das ist das Verhältnis zwischen Breite und Höhe. Wer häufig mit vielen Programm-Fenstern gleichzeitig arbeitet, sollte sich den Kauf eines überbreiten Monitors überlegen. Ein 34-Zoll-Monitor (86 cm) im Format 21 : 9 kann zum Beispiel fast vier A4-Seiten nebeneinander anzeigen. Auf gekrümmte, vergleichsweise teure Monitore kann man aber verzichten.

Helligkeit 
Dieser Wert wird meist in der Masseinheit cd/m2 ­angegeben. Früher gab es grosse Unterschiede zwischen den Geräten, heute sind fast alle gleich gut. Das zeigen Untersuchungen der deutschen Stiftung Warentest. Deren Experten raten: «Justieren Sie die Bildschirmhelligkeit an Ihrem Monitor. Beim Kauf ist sie häufig auf 100 Prozent eingestellt. Das ist in der Regel viel zu hell.»

Bildschärfe 
Die Anzahl Bildpunkte eines Monitors wird in Pixeln angegeben. Grundsätzlich gilt: Je mehr Pixel, desto schärfer das Bild. Auf den Verpackungen findet man auch Begriffe wie Full HD oder 4K. Bei «FullHD» zeigt der Bildschirm 1920 Pixel in der Breite und 1080 in der Höhe, bei «4K» 4096 Pixel in der ­Breite und 2160 in der Höhe. Ein guter Monitor sollte min­destens «Full HD» erfüllen.

Verstellbarkeit
Monitore sollten sich an den Benutzer anpassen lassen. Sie müssen kippbar und in der Höhe verstellbar sein. Typische Bürokrankheiten wie Verspannungen, Kopf- und Augenschmerzen deuten auf einen falsch aufgestellten Monitor hin.

Diese Punkte sollten Sie beachten
  • Der obere Bildschirmrand sollte etwa auf Augenhöhe des Benutzers sein;
  • Der Abstand zwischen dem Monitor und dem Benutzer sollte etwa einen halben Meter betragen;
  • Den Computerbildschirm im rechten ­Winkel zum Fenster aufstellen. Der Grund: So gibt es weniger störende Reflexionen durch Sonnenlicht;
  • Der Bildschirm sollte etwa 5 bis 35 Grad nach hinten gekippt werden.

Bildschirmgrösse 
Im Laden wird die Monitorgrösse meist in Zoll angegeben. 1 Zoll entspricht 2,54 Zentimetern (cm). Die gebräuchlichsten Grössen sind 24 Zoll (rund 60 cm) sowie 27 Zoll (70 cm). Das ist die Distanz zwischen der linken unteren und der rechten oberen Bildschirmecke. Grösser ist nicht unbedingt besser. Massgebend für die Klarheit des Bildes ist die Anzahl Pixel, die ein Monitor darstellt.

Spiegelungen 

Es gibt zwei Arten von Bildschirmoberflächen: matte oder glänzende. ­Matte Bildschirme stellen Farben nicht so leuchtend dar wie glänzende. Sie ermüden die Augen aber deutlich weniger. Ausserdem sind sie weniger anfällig für störende Spiegelungen durch Lampen oder Sonnenlicht. Darum gilt für den Normalfall: Nur matte oder entspiegelte Bildschirme kaufen.

Bildqualität
Ob ein Monitor ein gutes Bild liefert, erfahren Kunden nur durch Produkt-Tests oder im Laden.

Anschlüsse 
Bildschirme schliesst man mittels eines HDMI-Kabels am Computer an. Viele Monitore verfügen zudem über USB-Anschlussbuchsen. So muss man beispielsweise USB-Sticks, Tastatur und Maus nicht mehr umständlich am PC unter dem Schreibtisch anstecken. Stossend: Moderne Laptops – besonders Geräte von ­Apple – haben nur noch wenige Stecker. So verfügt etwa das Apple MacBook Pro nur über vier USB-C-Buchsen. Der HDMI-Anschluss fehlt. Deshalb sollte man einen Adapter oder einen Bildschirm mit USB-C-Stecker kaufen (siehe K-Tipp 15/2019). Der Laptop kann über den USB-C-Stecker mit Strom versorgt werden.

Diese Begriffe können Sie ignorieren
Farbraum: Unter diesem Stichwort finden Kunden Begriffe wie «sRGB», «Adobe RGB» und «DCI-P3». Sie beschreiben, wie ­viele Farben ein Monitor darstellen kann und wie genau. Das ist nur für Profis wie Fotografen, Videoschneider und Grafiker von Belang.

HDR: Das Kürzel steht für «High Dynamic Range» – hoher Kon­trastumfang. Das Bild solcher Monitore zeigt mehr Details in hellen und dunklen Bereichen. Ebenfalls nur für Profis von Belang.

Curved: Monitore mit gebogenem Bildschirm wie in unserem Beitrags-Bild bringen nur Computerspielern Vorteile. Für normale Bürobenutzer sind sie eher störend. Grund: In Tabellen werden die Linien gekrümmt dargestellt und zudem muss bei sehr grossen gebogenen Monitoren der Sichtwinkel zum Monitorbild durch Änderung der Kopfhaltung immer geändert werden, dass man wieder gerade auf den Inhalt sehen kann.

Hertz: Die meisten Bildschirme haben 60 Hertz. Das heisst: Sie zeigen 60 Bilder pro Sekunde an. Das reicht in der Regel aus.

Reaktionszeit: Diese Zahl zeigt an, wie schnell der Monitor auf Veränderungen des angezeigten Bildes reagiert. Für normale Büroanwendungen ist der Wert irrelevant. Spieler sollten auf Bildschirme mit 13 Millisekunden und weniger achten.
]]>
<![CDATA[Nachlass: Weshalb brauche ich einen Vorsorgeauftrag?]]>Sun, 14 Mar 2021 07:57:02 GMThttps://masselier.ch/blog/nachlass-weshalb-brauche-ich-einen-vorsorgeauftrag
Was ist ein Vorsorgeauftrag?
Mit einem Vorsorgeauftrag kann man wenn man bei geistiger Gesundheit ist, vorsorgen für den Fall sollte man seine Urteilsfähigkeit verlieren. Man bestimmt eine Person welche für einen schaut, einen umsorgt, welche die wichtigen Entscheidungen treffen kann und auch mein Vermögen verwalten kann.

Wie muss ich einen Vorsorgeauftrag formulieren?
Es braucht gar nicht soviel drin stehen. Hauptsächlich muss man die Person beschreiben die einen vertreten soll. Wir haben eine sehr gute Vorlage auf unserer Seite Informationen in der Rubrik Anleitungen/Infos/Checklisten zum Download bereit gestellt.
Wenn man den Vorsorgeauftrag verfassen will, muss man darauf achten, dass dieser rechtsgültig ist. Das ist dann eine bisschen grössere Hürde, weil man den Auftrag nicht einfach mit dem PC oder Schreibmaschine schreiben kann, sondern man muss alles von A-Z von Hand schreiben, datieren und unterzeichnen.
Alternativ wenn das einem zu aufwendig ist oder man nicht mehr körperlich in der Lage ist handschriftliche Dokumente zu erstellen (massives Zittern, motorische Störungen, körperliche Behinderung etc.), kann man zu einem Notar gehen und den Vorsorgeauftrag zusammen mit diesem erstellen und öffentlich beurkunden lassen.

Brauchen auch Ehepaare einen Vorsorgeauftrag?
Es ist sehr wichtig, dass auch Ehepaare untereinander einen Vorsorgeauftrag machen. Es ist zwar von Gesetzes wegen her so, dass Ehepartner untereinander ein gesetzliches Vertretungsrecht haben, durch welches man gewisse Sachen für den anderen erledigen kann. Diese gewissen Angelegenheiten beziehen sich aber auf normale Alltagsgeschäfte und nicht auf weiterführende, komplexere Angelegenheiten zu denen der Vorsorgeauftrag gehört.
Wenn es ein bisschen ausserordentlich wird, z. B. wenn man eine Liegenschaft kaufen oder verkaufen will oder ein Altersheim auswählen und dauerhaft bezahlen muss, dann kommt wieder die KESB zum Zug wenn man kein Vorsorgeauftrag hat. Das kann man eben aber vermeiden wenn Ehepartner auch einen Vorsorgeauftrag abschliessen.

Kann mich MARC MASSELIER Treuhand & Informatik beim Aufsetzen des Vorsorgeauftrages unterstützen?
MARC MASSELIER Treuhand & Informatik berät umfassend zu allen Vorsorgethemen und da gehört der Vorsorgeauftrag natürlich dazu, dass man z. B. auch im Rahmen einer Nachlassplanung klärt wer soll den für den Fall einer (hoffentlich nicht eintretenden) Urteilsunfähigkeit für einen schauen. Wir können die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden abholen und dies dann in einem Vorsorgeauftrag ausformulieren.
]]>
<![CDATA[Steuererklärung ausfüllen: Diese Punkte nicht vergessen]]>Thu, 04 Mar 2021 06:25:58 GMThttps://masselier.ch/blog/steuererklaerung-ausfuellen-diese-punkte-nicht-vergessen
Das Ausfüllen der Steuererklärung ist für die meisten Steuerpflichtigen eine lästige Pflicht. Sie kämpfen sich nur mit Widerwillen durch alle Formulare, die Wegleitung und die kantonalen Steuergesetze. So geht die eine oder andere Sparmöglichkeit gerne vergessen.
  • Krankheitskosten
  • Spenden
  • Wertschriftenerträge
  • Vermögensverwaltungskosten und Negativzinsen
  • AHV-Beiträge nach Frühpension
  • Liegenschaftsunterhalt
  • Energiesparmassnahmen
  • Unternutzung des Eigenheims
  • Ferienwohnung
Krankheitskosten
Den grössten Teil der Kosten für Krankheit und Unfall übernehmen in der Regel Krankenkasse und Unfallversicherung. Wer in einem Jahr je nach Kanton mehr als 2 bis 5 Prozent seines steuerbaren Nettoeinkommens selber tragen muss, darf in der Steuererklärung den Betrag abziehen, der diesen Prozentsatz übersteigt. Vor allem wer hohe Zahnarztkosten oder hohe Selbstbehalte hat, sollte prüfen, ob er einen Teil davon in der Steuererklärung abziehen kann.

Spenden
Bei der direkten Bundessteuer und in den meisten Kantonen darf man Spenden an gemeinnützige Institutionen im Umfang von bis zu 20 Prozent des Nettoeinkommens in Abzug bringen. Abzugsfähig sind allerdings nur Spenden an steuerbefreite Institutionen und Hilfswerke. Viele Kantone akzeptieren auch Abzüge von Beiträgen an Parteien und Gewerkschaften.

Wertschriftenerträge
Wer Wertschriften besitzt, muss die erwirtschafteten Zinsen und Dividenden als Einkommen versteuern. Das Ausfüllen des Wertschriftenverzeichnisses in der Steuererklärung und die Aufstellung der steuerbaren Erträge kann sehr kompliziert und zeitaufwändig sein - besonders wenn man viele Wertschriften besitzt und sie häufig umschichtet. Es kann sich deshalb lohnen, bei seiner Bank ein Steuerverzeichnis zu bestellen, auch wenn es je nach Bank und Grösse des Wertschriftendepots mehrere hundert Franken kostet. Dieser Betrag ist in den meisten Kantonen als Vermögensverwaltungskosten vom steuerbaren Einkommen abziehbar.

Vermögensverwaltungskosten und Negativzinsen
In der Steuererklärung abzugsfähig sind neben den Kosten für das Steuerverzeichnis in der Regel auch Depotgebühren, Schrankfach- und Safegebühren sowie Inkassospesen für Coupons. Als Vermögensverwaltungskosten in Abzug gebracht werden dürfen ausserdem Negativzinsen, die immer mehr Banken auf Sparkonten und Kontokorrenten belasten. Negative Zinsen gelten also nicht als Schuldzinsen, die man im Schuldenverzeichnis abziehen darf. Die Steuerbehörden erkennen sie aber als Kosten an, die mit der Verwaltung des beweglichen Vermögens anfallen. Nicht als Vermögensverwaltungskosten abzugsfähig sind hingegen die Gebühren für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren (Courtage, Stempelgebühr usw.) sowie Honorare für eine Finanz-, Anlage- und Steuerberatung. In einigen Kantonen darf man pauschal 0,5 bis 3 Promille des Wertschriftenvermögens als Vermögensverwaltungskosten abziehen.

AHV-Beiträge nach Frühpension
Frühpensionierte müssen weiterhin AHV-Beiträge zahlen. Die Beitragspflicht endet für Männer mit 65 Jahren, für Frauen mit 64 Jahren. Die Beiträge für Nichterwerbstätige richten sich nach ihrem steuerbaren Vermögen und ihrem Renteneinkommen. Die Betroffenen sollten nicht vergessen, diese Beiträge beim Ausfüllen der Steuererklärung vom steuerbaren Einkommen abzuziehen.

Liegenschaftsunterhalt
Der Pauschalabzug für die Unterhaltskosten liegt meist bei 10 oder 20 Prozent des Eigenmietwerts beziehungsweise der Mietzinseinnahmen. Die tatsächlichen Kosten für den Unterhalt können diesen Pauschalabzug jedoch leicht übersteigen, besonders bei älteren Liegenschaften oder Renovationen. In diesem Fall lohnt es sich, in der Steuererklärung die effektiven Kosten abzuziehen. In den meisten Kantonen können Steuerpflichtige jedes Jahr wählen, ob sie den Pauschalabzug geltend machen oder die tatsächlichen Unterhaltskosten abziehen möchten. Wer die effektiven Kosten ausweist, sollte die Prämien für Sach- und Haftpflichtversicherungen nicht vergessen. Stockwerkeigentümer können in der Regel auch die Einlagen in den Unterhaltsfonds abziehen. 

Energiesparmassnahmen
Werterhaltende Investitionen in eine Liegenschaft darf man in der Steuererklärung vom steuerbaren Einkommen abziehen, wertvermehrende hingegen nicht. Eine Ausnahme sind Investitionen mit dem Ziel, Energie zu sparen oder die Umwelt zu schützen. Die Kosten für den Einbau einer wesentlich moderneren Heizung zum Beispiel, die Isolierung der Fassade oder den erstmaligen Einbau von Doppelglasfenstern kann man in den meisten Kantonen als Unterhaltskosten geltend machen. Abzugsfähig sind die effektiven Kosten, also nach Abzug allfälliger staatlicher Förderbeiträge. 

Unternutzung des Eigenheims
Nach dem Auszug der Kinder oder nach dem Tod des Ehepartners bleibt oft ein Teil des Eigenheimes ungenutzt. Bei einer solchen Unternutzung bewilligen einige Kantone und der Bund einen Abzug vom Eigenmietwert. Die betreffenden Räume dürfen Sie aber weder als Gästezimmer noch zum Basteln oder Bügeln nutzen. In einzelnen Kantonen müssen Sie sogar die Möbel entfernen. Die Steuerbehörden berücksichtigen unter anderem auch die finanziellen Verhältnisse des Steuerpflichtigen. Gutsituierten verweigern sie den Abzug in der Regel, weil sie generell höhere Ansprüche an den Wohnkomfort haben. Gute Chancen haben zum Beispiel Alleinstehende, die ein Haus oder eine Wohnung mit mehr als vier Zimmern bewohnen (in einigen Kantonen mehr als fünf), sowie Zweipersonenhaushalte in einem Eigenheim mit mindestens sieben Zimmern.

Ferienwohnung
Den Eigenmietwert einer Ferienwohnung muss man auch dann versteuern, wenn sie die meiste Zeit leer steht. Mieteinnahmen sind ebenfalls zu versteuern. Ist die Wohnung teilweise vermietet, darf man den Eigenmietwert entsprechend kürzen - zum Beispiel um ein Zwölftel, wenn die Wohnung einen Monat im Jahr vermietet ist. Wer eine Ferienwohnung möbliert vermietet, kann für die Abnützung der Einrichtung in einigen Kantonen einen zusätzlichen Abzug vornehmen.

Hilfe bei der Steuererklärung?
Kontaktieren Sie uns und wir füllen Ihre Steuererklärung aus - für jeden Kanton und nach folgenden geringen Preisen.
]]>
<![CDATA[Kann ich Papierbelege vernichten?]]>Thu, 04 Mar 2021 05:30:42 GMThttps://masselier.ch/blog/kann-ich-papierbelege-vernichten
Können Sie Papierbelege vernichten und diese nach dem Einscannen mit gutem Gewissen durch den Schredder jagen? Oder müssen Sie das Papier nach wie vor im Ordner aufbewahren? Was sind genau die Anforderungen für die elektronische Archivierung?

Ja Sie dürfen die Papierbelege vernichten unter Berücksichtigung folgender Aspekte!
  1. Ihre Belege benötigen eine digitale Signatur, ein Zeitstempel, Logfiles und ein genau dokumentierter und befolgter Prozess, um die Integrität der gespeicherten Daten zu gewährleisten;
  2. Sie halten sich auch bei der Archivierung an die Geschäftsbücherverordnung (GeBüV).

Umsetzung bei KMU
Die oben erwähnten 2 Punkte hören sich nach grossen technischen Hürden an, welche nur Grossfirmen und die Industrie umsetzen können. Ich kann Sie aber beruhigen es gibt auch eine von der Steuerverwaltung absolut akzeptierte Lösung für KMU welche fast nichts kostet:
  1. Versenden Sie Ihre Rechnungen immer digital als PDF statt auf Papier, eine digitale Rechnung ist seit 01. Januar 2018 der Papier-Rechnung juristisch gleichgestellt und benötigt keine digitale Signatur mehr;
  2. Speichern Sie Rechnungen als PDF Typ A (Langzeit-Archivierung) an einem sicheren Ort (Dropbox, Google-Drive, One-Drive, NAS usw.) oder versichern Sie sich, dass Sie die Rechnungen jederzeit wieder aus Ihrem EDV-System heraus lassen können, sollte jemand eine Rechnung nachfordern;
  3. Schreiben Sie auf Quittungen und Lieferantenbelege nach Erfassung in der Buchhaltung die Belegnummer und scannen Sie den Beleg als PDF Typ A (Langzeit-Archivierung) ein;
  4. Speichern Sie alle Quittungen und Lieferantenbelege an einem sicheren Ort (Dropbox, Google-Drive, One-Drive, NAS usw.)

Nach welchen Kriterien kontrollieren die Behörden?
Sollten Sie einmal von einem Revisor Besuch erhalten oder Belege an ein Amt einreichen müssen, weil eine Revision in den Bereichen AHV, SUVA, MWST oder Steuern durchgeführt werden muss, dann müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen um keine Probleme zu erwarten:
  1. Sie müssen alle verlangten Belege sofort und unkompliziert präsentieren können;
  2. Sie müssen eine nachvollziehbar ordentliche und strukturierte Administration vorweisen können;
  3. Sie müssen eine nachvollziehbar ordentliche und strukturierte digitale Archivierung vorweisen können;
  4. Die digitalen Belege müssen immer die Buchungsnummer enthalten;
  5. Die digitalen Belege müssen immer als PDF-A Format vorliegen.

Wie setzen Sie dies konkret um?
Natürlich stehen wir Ihnen für die Vorbereitung, Planung und Umsetzung einer digitalen Administration gerne zur Verfügung. Innerhalb weniger Stunden und so verbunden mit kaum Aufwand und Kosten setzen wir eine individuelle Lösung für Sie um.
Wir haben KMU-Kunden die seit 10 Jahren mit einer unserer digitalen Administrationen sehr schnell, effizient, sicher und kostengünstig arbeiten.
]]>
<![CDATA[Quellensteuern ab 2021: Das müssen KMU beachten]]>Fri, 01 Jan 2021 23:00:00 GMThttps://masselier.ch/blog/quellensteuern-ab-2021-das-muessen-kmu-beachten

Das Schweizerische System der Quellensteuern wird ab dem 1. Januar 2021 grundlegend verändert. Der Hintergrund der Reform des Quellensteuer Systems bezweckt den Abbau von Ungleichbehandlungen zwischen quellenbesteuerten und ordentlich besteuerten Personen. Wir zeigen ihnen in diesem Beitrag auf, welches die wichtigsten Neuerungen sind, welche Ihre Mitarbeitenden direkt betreffen und auf was Sie als Verantwortlicher in einem KMU besonders achten sollten.

Pflichten des quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmers
Quellensteuerpflichtige Arbeitnehmer sind für die Mitteilung aller für die Erhebung der Quellensteuer relevanten Informationen gegenüber dem Schuldner der steuerbaren Leistung verantwortlich.
  • Zivilstand bzw. Zivilstandsänderungen
  • Aufnahme oder Aufgabe einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit
  • Anzahl Kinder
  • Konfession
  • Aufnahme oder Aufgabe der Erwerbstätigkeit des anderen Ehegatten
Sie müssen alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen sowie auf Verlangen der zuständigen Steuerbehörde mündlich oder schriftlich Auskunft erteilen oder Belege vorlegen.

Härtefallregelung infolge Alimentenzahlungen
Auf Antrag einer in der Schweiz ansässigen Person kann die zuständige Steuerbehörde zur Milderung von wirtschaftlichen Härtefällen infolge Alimentenzahlungen Kinderabzüge im anwendbaren Tarif gewähren. Als Grundlage für die Beurteilung, ob ein Härtefall vorliegt, kann zum Beispiel das betreibungsrechtliche Existenzminimum dienen.
Der anwendbare Quellensteuertarif wird unter Berücksichtigung der effektiven Alimentenzahlungen neu festgelegt. Die zuständige kantonale Steuerbehörde legt die Höhe der zu gewährenden Kinderabzüge fest und teilt ihren Entscheid dem Schuldner der steuerbaren Leistung sowie dem Arbeitnehmer mit.
Wurden die Unterhaltsbeiträge bei der Anwendung eines Tarifcodes berücksichtigt, so wird die nachträgliche ordentliche Veranlagung nur auf Antrag der quellensteuerpflichtigen Person durchgeführt.

Nachträgliche ordentliche Veranlagung - Verfahren
Bei einer nachträglichen ordentlichen Veranlagung finden die ordentlichen Verfahrensbestimmungen sowie die Steueranlage bzw. der Steuerfuss der anspruchsberechtigten Gemeinde Anwendung. Die geschuldete Einkommenssteuer (auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene) und die Vermögenssteuer (auf Kantons- und Gemeindeebene) werden aufgrund der ausgefüllten Steuererklärung ermittelt. Das steuerbare Einkommen bemisst sich nach den Einkünften des betreffenden Steuerjahres, wobei das gesamte weltweite Einkommen (und das Vermögen auf kantonaler Ebene) satzbestimmend berücksichtigt wird. Allfällige bereits bezahlte Quellensteuern werden zinslos an die ordentliche Steuer angerechnet.

Nachträgliche ordentliche Veranlagung - Anträge & Fristen
Für quellensteuerpflichtige Personen mit Ansässigkeit in der Schweiz, deren Einkommen unter CHF 120’000.00 pro Jahr liegt, wird eine nachträgliche ordentliche Veranlagung durchgeführt, wenn sie bis am 31. März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Steuerjahres einen entsprechenden Antrag einreichen.
Hat ein in der Schweiz ansässiger quellensteuerpflichtiger Arbeitnehmer einmal einen Antrag auf nachträgliche ordentliche Veranlagung gestellt, wird er bis zum Ende der Quellensteuerpflicht nachträglich ordentlich veranlagt.
Im Ausland ansässige quellensteuerpflichtige Arbeitnehmer, welche die Voraussetzungen der Quasi-Ansässigkeit erfüllen, müssen für jedes Jahr bis am 31. März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Steuerjahres erneut einen Antrag auf nachträgliche ordentliche Veranlagung einreichen

Neuberechnung der Quellensteuer
Jede quellensteuerpflichtige Person kann in den nachfolgend abschliessend beschriebenen Sachverhalten – und unabhängig von ihrer Ansässigkeit – bis zum 31. März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Steuerjahres eine Neuberechnung der Quellensteuer beantragen:
  • Falsche Ermittlung des der Quellensteuer unterliegenden Bruttolohns
  • Falsche Ermittlung des satzbestimmenden Einkommens
  • Falsche Tarifanwendung

Was heisst das für KMU?
Die Änderungen erfordern umfangreiche Arbeiten bei den Arbeitgebern und den mittels Ihrer Lohnbuchhaltungs-Software erstellten Lohnmeldeverfahren. Bei MARC MASSELIER werden wir für Sie als Teil unseres Lohn-Services die notwendigen Anpassungen vornehmen. Wir sind bereit, Sie ab 2021 bei der Quellensteuerabrechnung zu unterstützen. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Buchhalter gerne zur Verfügung.
]]>
<![CDATA[Wie teuer sind betriebsinterne Buchhaltungen wirklich?]]>Thu, 31 Dec 2020 23:00:00 GMThttps://masselier.ch/blog/wie-teuer-sind-betriebsinterne-buchhaltungen-wirklich
Viele glauben, betriebsinterne Buchhaltungen seien günstiger als externe. Doch ist das wirklich so? Für die meisten ist die Führung der Buchhaltung ein notwendiges Übel. Kaum jemand hat Spass an der Buchhaltung - ausser hoffentlich der Buchhalter selbst.
Buchführung ist eine repetitive Arbeit, bei der man sehr sorgfältig arbeiten muss. Damit passt sie so gar nicht in die Persönlichkeitsstruktur eines Unternehmers, der sich oft lieber mit den neuen Herausforderungen in seinem Geschäftsfeld auseinandersetzen möchte.

Teurer Treuhänder?
Es stellt sich also die logische Frage, wieso man die Buchhaltung trotz allem selber machen sollte? Weil der Treuhänder zu teuer ist! Ein gut ausgebildeter Treuhänder wird CHF 140.- bis CHF 250.- pro Stunde verrechnen. Fachexpertise in der Buchhaltung ist teuer. Der Grund dafür ist, dass es viel zu wenig gut ausgebildete Buchhalter auf dem Arbeitsmarkt gibt. Was selten ist, ist automatisch teuer.
Deshalb lautet die Antwort eines Treuhänders auf die Frage ob es zu einem tieferen Preis geht immer: "Buchführung selber machen"!
Doch kostet es wirklich weniger, die Buchhaltung intern zu führen und den Treuhänder die komplizierten Dinge und Aufräumarbeiten zum teuren Stunden-Ansatz machen zu lassen?

Buchhaltung ist aufwändig
Buchführung ist aufwändiger, als man denkt. Und damit auch die internen Buchhaltungskosten. Jeder der schon mal Buchhaltung gemacht hat weiss, dass es immer länger dauert als man plant. Es gibt auch viel zu tun:
  • Belege buchen
  • Bankbuchungen
  • Rechnungen bezahlen
  • Zahlungseingänge überprüfen
  • Mahnwesen
  • Abstimmungsarbeiten, damit die Buchhaltung stimmt
  • Suche nach Differenzen
  • Kassenabrechnungen
  • Ablage aller Belege
  • Erstellen der MWST Abrechnung
  • Lohnbuchhaltung
  • An- und Abmelden von neuen Mitarbeitern bei Sozialversicherungen
  • usw.

Wie viel kostet ein Mitarbeiter?
Eine unserer beliebtesten Kunden-Dienstleistungen ist die Kalkulation, der Stundenansätze eines Mitarbeiters. Diese Kalkulation beinhaltet auch meist vergessene, unbewusste Kosten, die ein Mitarbeiter verursacht.

Es zählt nicht nur der monatliche Netto-Lohn, sondern auch der 13. Monatslohn, die Sozialabgaben, die Arbeitsplatzkosten (Miete, Pult, Drucker, PC, Telefon), die Ferien- und Krankheitstage, Ausbildung, die Führungsspanne, Kaffee und Getränke, Auslastungsschwankungen, etc. So werden aus einem Bruttolohn von CHF 4’500 schnell einmal Vollkosten von CHF 8’285 pro Monat.

Rechnen Sie anders? Dann werden Sie bald vom Markt gefegt – oder sie tragen die Kosten, in dem Sie sich selber keinen marktgerechten Lohn auszahlen können. Mitarbeiter sind in der Schweiz extrem teuer. Dessen sollte sich ein guter Unternehmer immer bewusst sein!

Gleichgewicht zwischen interner und externer Buchhaltung
Letztlich muss Ihre Buchhaltung stimmen. MWST Abrechnung, Steuererklärungen, Sozialversicherungs-Abrechnungen etc. müssen korrekt sein. Ansonsten wird es später sehr teuer bis existenzgefährdend. Die Kosten von Fehlern sind beträchtlich: zu viel bezahlte Rechnungen, Steuernachforderungen, nicht eingegangene Zahlungen von Kunden, Fehler in Sozialversicherungsdeklarationen etc. gehen schnell ins Geld.

Wenn Sie für die interne Buchhaltung eine günstige schlecht ausgebildete Ressource einsetzen, dann müssen Sie umso mehr für den Treuhänder budgetieren, der im Anschluss alles gerade biegt. Die Suche nach Fehlern in der Buchhaltung gestaltet sich wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Wer schon einmal nach einer Rappen-Differenz in der Buchhaltung gesucht hat, kann ein Lied davon singen.

Sucht man eine in der Buchhaltung gut ausgebildete teurere Person, dann wird der Treuhänder in den nachgelagerten Bereichen etwas günstiger: er kann sich auf die Buchführung verlassen und seine Fähigkeiten rascher einbringen.

Gegebenenfalls möchten Sie als Unternehmer auch nicht, dass Ihre Mitarbeiter zu viel über Ihre finanziellen Verhältnisse erfahren. Auch daran sollten Sie denken, wenn es um die Buchhaltung geht!

Alternative A: Mitarbeiter macht Buchhaltung
Der Personaldienstleister Careerplus hat eine Salärstudie für den Bereich Finanz- und Rechnungswesen publiziert. Ein Sachbearbeiter Buchhaltung mit einer kaufmännischen Lehre und einem Juniorprofil verdient im Median CHF 69’150.- pro Jahr. Bei 13 Monatsgehältern entspricht dies CHF 5’358.- pro Monat. Gemäss Unserer Berechnung bedeutet dies ein Stundenansatz von CHF 64.41. Gemäss Studie verdient ein Buchhalter mit solider Berufserfahrung bereits CHF 6’923.- pro Monat, was fast CHF 68.- pro Stunde entspricht.

Alternative B: Geschäftsführer macht Buchhaltung
Hier ist die Frage, wie viel Sie als Unternehmer pro Stunde verdienen wollen. Vielleicht CHF 100.- pro Stunde? In jeder Stunde, in der Sie sich mit Buchhaltung beschäftigen, verdienen Sie nichts. Auch wenn Sie an einem Abend oder am Wochenende arbeiten: Sie könnten sich in dieser Zeit mit wichtigeren Dingen abgeben, welche umsatzorientiert sind und Sie näher an Ihre Ziele heranbringen. Oder aber die Zeit mit Sport oder der Familie verbringen, als Ausgleich zur Arbeit während der Woche. Ausserdem machen diese Dinge, seien es wichtige unternehmerische Themen oder Private Angelegenheiten mehr Spass als Buchhaltung.

Die Kosten von MTI im Vergleich

Schauen Sie sich auf jeden Fall die Kosten von MTI im Vergleich an. Wir arbeiten dank Automatisierung enorm effizient – viel effizienter als Sie oder ein Treuhänder das je können. Zudem besuchen alle unsere Mitarbeiter regelmässige Schulungen zu aktuellen Buchhaltungsthemen und bieten unseren Kunden entsprechend aktuelle Beratung in für sie weitreichenden Themen. Damit senkt MTI die Buchhaltungskosten massiv, mit einer gleichbleibend hohen Qualität und Service-Level und unsere Kunden fokussieren sich auf ihren Geschäftserfolg!
]]>