<![CDATA[MARC MASSELIER Treuhand & Informatik - News]]>Fri, 15 Oct 2021 17:20:10 +0200Weebly<![CDATA[Deutlich tiefere Prämien wären möglich]]>Mon, 11 Oct 2021 05:57:47 GMThttps://masselier.ch/news/deutlich-tiefere-praemien-waeren-moeglich
Viele Versicherte zahlten den Krankenkassen in den letzten Jahren überhöhte Prämien. Deshalb sitzen die Kassen auf milliardenschweren Reserven. Doch nur wenige bauen ihr Polster nächstes Jahr mit günstigeren Prämien ab.

Eine Übersicht zu den Reserven der zehn grössten Krankenkassen in Mio. Fr., Stand 01.01.2021, Quelle Bundesamt für Gesundheit.
Value
Vorgeschrieben Reserve
Tatsächliche Reserve
Überschussquote
Überschuss
Prämienanpassung
Visana
476.2
1271.4
267%
795.2
25.0
Concordia
419.7
1076.2
256%
656.5
166.1
CSS
519.4
1269.9
244%
750.5
60.0
Helsana
662.5
1424.3
215%
761.8
76.0
Group Mutuel
211.5
423.5
200%
212.0
34.3
Swica
400.3
751.7
188%
351.4
-
Sanitas
405.2
679.0
168%
273.8
-
Assura
546.7
821.5
150%
274.8
30.9
KPT
276.7
415.5
150%
138.8
-
Arcosana
173.8
168.7
97%
-5.1
30.0
Das Bundesamt für Gesundheit frohlockte Ende September: «Die Belastung der Haushalte durch die Krankenkassenprämien 2022 sinkt deutlich.» Doch auf eine grosse finanzielle Entlastung können sich die Versicherten nicht freuen: Die Durchschnittsprämie reduziert sich nur um 0,2 Prozent. Je nach Wohnort zahlen Versicherte etwas mehr oder weniger.

Reservepolster von 12,4 Milliarden

Angesichts der hohen Reserven der Krankenkassen wären deutlich tiefere Prämien möglich. Denn laut Bundesamt sassen die Krankenkassen in der Grundversicherung Anfang 2021 auf ­einem rekordhohen Reservepolster von 12,4 Milliarden Franken. Das ist mehr als doppelt so viel, wie der Bund vorschreibt. Die Kassen legten selbst im Corona-­Jahr 2020 nochmals um mehr als 1 Milliarde zu. Das zeigt: Viele Kassen verlangten von den Versicherten in den letzten Jahren zu hohe Prämien.

Beispiele: Die CSS verfügte Anfang 2021 über Reserven von rund 1,3 Milliarden – vorgeschrieben wären 519,4 Millionen. Von den zehn grössten Kassen hatte die Visana prozen­tual am meisten Reserven (siehe Tabelle).

Trotzdem bauen lediglich 14 von 51 Krankenkassen im nächsten Jahr ihre Reserven ab. Total fliessen nur knapp 380 Millionen Franken zu den Versicherten zurück. Die CSS mit einem Überschuss von 750,5 Millionen reduziert die Prämien nur um 60 Millionen. Konkret: Erwachsene erhalten eine Vergünstigung der Prämie von knapp 7 Franken pro Monat. Die Helsana verwendet von ihrem Überschuss (761,8 Millionen) 76 Millionen zur Verbilligung der Prämien: Erwachsene zahlen 5 Franken pro Monat weniger. Die Visana entnimmt ihren Reserven bei einem Überschuss von 795,2 Millionen gerade mal 25 Millionen. Das ergibt bei Erwachsenen eine Prämienreduktion von 6 Franken.

Die Helsana begründet den geringen Reserveabbau damit, dieser müsse «nachhaltig sein». Bei einem zu grossen Abbau würde ein zu grosser Kundenzuwachs drohen. Visana-Sprecher David Müller sagt, man habe bei der Festlegung der Prämien für nächstes Jahr einen weiteren Abbau der Reserven von rund 85 Millionen Franken einberechnet. Die CSS erklärt, man wolle die Prämien konstant halten und plane einen Abbau über mehrere Jahre. Die KPT, Sanitas und Swica erklären, sie hätten die Prämien für 2022 knapper kalkuliert. Wenn diese nicht ausreichen, würden die Krankheitskosten dann aus den Reserven finanziert. Die KPT geht von rund 20  Millionen aus, die Sanitas spricht von einem «zweistelligen Millionenbetrag». 

Bundesamt verbot Prämienerstattung

Die Krankenkasse Sympany bemühte sich bereits im Jahr 2014, einen Überschuss von rund 1,2 Millionen Franken an Versicherte in den Prämienregionen Bern, Solothurn und Zürich zurückzugeben. Mit einem neuen Versicherungsmodell sollten zudem alle Versicherten jeweils nach dem Jahresabschluss allfällig zu viel bezahlte Prämien zu­rückerhalten. Das Bundesamt für Gesundheit verbot Sympany jedoch, Prämien zu erstatten. Marc Masselier wollte vom Bundesamt wissen, weshalb es gegen tie­fere Prämien für Grundversicherte vorging. Sprecher Grégoire Gogniat begründet dies mit der fehlenden gesetzlichen Grundlage für diese Art von Prämienausgleich. Sympany wehrte sich bis vor Bundesgericht. Vergeblich: Die Richter kamen zum Schluss, dass für die Rückerstattung eine gesetzliche Grundlage notwendig gewesen wäre.

Keine Obergrenze für Reserven festgelegt

Inzwischen sieht das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz vor, dass eine Krankenkasse bei Überschüssen «im Folgejahr einen Prämienausgleich machen» kann. Das Geld landet also nicht in der Reserve, sondern fliesst direkt an die Versicherten zurück. Sechs Krankenkassen machten im Jahr 2020 von dieser Möglichkeit Gebrauch: Assura, Concordia, die Einsiedler Krankenkasse, Kolping sowie Moove und Vivao Sympany. Insgesamt 133,5 Millionen gaben sie ihren Versicherten zurück. Am meisten waren es bei der Concordia mit mehr als 90 Millionen, gefolgt von der Assura mit 30 Millionen.  

​Eine Obergrenze für die Reserven gibt es nicht. Die Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuchâtel und Tessin reichten zwar 2020 entsprechende Standesinitiativen ein. Die Versicherer sollten verpflichtet werden, ihre Reserven abzubauen, wenn diese 50 Prozent über dem vom Bund vorgeschriebenen Betrag liegen. Doch der Ständerat erteilte dem Anliegen im Juni mit 22 zu 17 Stimmen eine Abfuhr.
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<![CDATA[Mietverträge gehen oft viel zu weit]]>Mon, 13 Sep 2021 11:05:22 GMThttps://masselier.ch/news/mietvertraege-gehen-oft-viel-zu-weit
Die Standard-Mietverträge von kantonalen Hauseigentümerverbänden enthalten zum Teil ungültige Klauseln. Etwa bei der Überwälzung von Reparaturkosten auf die Mieter. 

Gemäss Gesetz müssen Mieter von Wohnungen kleine Reparaturen selbst berappen.  Darunter fallen nur kleinere Verschleisserscheinungen. Also zum Beispiel der Ersatz eines Backblechs, eines Duschschlauchs, eines Grillgitters, eines Dampf­abzugfilters oder von Dichtungen bei Wasserhähnen.

Trotzdem steht etwa im Standardmietvertrag des Hauseigentümerverbands (HEV) Aargau: "Teppiche müssen beim Auszug von einem Fachmann extrahiert werden." Gemäss dem Standardvertrag des HEV des Kantons Bern haben die Mieter "alle kleinen, für den gewöhnlichen Gebrauch der Mietsache erforderlichen Reinigungsarbeiten und Ausbesserungen auf ­eigene Kosten fachmännisch auszuführen oder ausführen zu lassen". Und weiter: "Als kleine Ausbesserung gelten unabhängig vom Rechnungsbetrag die Instandhaltung der elektrischen Schalter, Steckdosen, Telefon- und Fernsehanschlüsse, der Glasscheiben."

Im Kanton St. Gallen verlangt der HEV-Vertrag von den Mietern den "Ersatz von zerbrochenen und gesprungenen Scheiben und Spiegelglasscheiben in gleicher Qualität". Die Liste des HEV Zürich zum kleinen Unterhalt enthält "das In­standhalten von Spülkasten, Geschirrspüler, Back­ofen, Kühlschrank etc. Keramikkochfelder, Koch­platten und Brenner bei Gasherden" sowie "das Ersetzen von elektrischen Schaltern, Steckdosen". Und schliesslich "alle weiteren kleineren Reparaturen und Instandstellungen, welche im Einzelfall 1 Prozent des Jahres-­Netto-Mietzinses nicht übersteigen". Bei einem Mietzins von 2500 Franken wären das 300 Franken.

Flicken von Geräten Sache des Vermieters
Laut Schweizer Mietrecht gehen alle diese Vertragsklauseln zu weit. Vermieter können nur verlangen, dass Mieter für die Kosten von Eigenrepara­turen aufkommen, nicht für den Beizug einer Fachperson. Es gibt dazu ein Urteil des Obergerichts des Kantons Bern. Dieses ist auch dem HEV Bern bekannt. Er legt den Vermietern deshalb ein Beiblatt zum Vertrag bei – mit dem Hinweis, dass die Klausel im Vertrag bewusst nicht der Rechtsprechung angepasst worden sei, damit die Mieter sorgfältig mit der Mietsache umgehen.

Unzulässig ist auch die Bestimmung im Mietvertrag des HEV Zürich, das die Reparatur­kosten ins Verhältnis zum Mietzins setzt. Die Schlichtungsbehörden und Mietgerichte des Kantons Zürich geben als Richtschnur für Reparaturen des Mieters den Betrag von CHF 150.-  als Obergrenze an. Der HEV Zürich erklärt, der Vertrag werde zurzeit überarbeitet. Dabei würden die kritisierten Klauseln überprüft und allenfalls angepasst.

Im Mietvertrag des HEV Zürich heisst es zurzeit auch noch: "Die vorzeitige Rückgabe der Mietsache ist nur auf ein Monatsende möglich." Auch dies widerspricht dem Gesetz. Das Gesetz schränkt den Zeitpunkt für eine vorzeitige Rückgabe nicht ein. Selbst der HEV Schweiz schreibt in einem Beitrag zur vorzeitigen Wohnungsrückgabe, sie sei "grund­sätzlich jederzeit, also ­unabhängig von den vertraglich vereinbarten Kündigungsmodali­täten möglich". Das bedeutet: Wer eine Wohnung ausserterminlich kündigt, muss sie nur so lange bezahlen, bis der Ersatzmieter einzieht. Das muss nicht am Ende eines Monats sein, es ist jederzeit zulässig.

Wir finden viele ungültige Klauseln
Wir haben uns für diesen Blogbeitrag die Mühe gemacht, die Mietverträge des HEV der fünf bevölkerungs­reichs­ten Deutschschweizer Kantone, Aargau, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich, unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellte er fest, dass die Verbände das Vorgehen bei der Abgabe der Wohnung teilweise am Gesetz vorbei regeln. 

Im Mietvertrag des HEV Bern heisst es betreffend Wohnungsabgabe: "Bei der Rückgabe ist ein Zustands-Protokoll aufzunehmen, das von den Vertragsparteien oder deren Vertretern zu ­unterzeichnen ist. Werden nachträglich schriftlich gemeldete Mängel vom Mieter nicht innert 10 Tagen seit Erhalt der Mitteilung schriftlich bestritten, gelten sie als anerkannt." Der St. Galler Mietvertrag hält fest: "Der Vermieter ist berechtigt, bei der Übergabe der Mietsache vom Mieter die Mitwirkung an der Erstellung eines gemeinsamen Rückgabeprotokolls zu verlangen." Und im Mietvertrag des HEV Zürich steht: "Verweigert der Mieter seine Mitwirkung am Rückgabeprotokoll, so muss er sich das vom Vermieter erstellte Protokoll als richtig entgegenhalten lassen."

Mieter muss Protokoll nicht unterschreiben
Mieter sind nicht verpflichtet, an der Erstellung des Abgabeprotokolls mitzuwirken oder es zu unterschreiben. Mieter müssten sogar aufpassen: Denn mit der Unterschrift bestätigt man nicht nur die protokollierten Mängel. Man anerkennt oft auch eine Entschädigungspflicht. MASSELIER Treuhand & Informatik empfiehlt den Mietern sogar, den vom Vermieter geltend gemachten Mängeln ausdrücklich zu widersprechen.
Korrekt formuliert ist die Rechtslage einzig im Vertrag des HEV Luzern, wonach das Protokoll von den Vertragsparteien "bei Einverständnis zu unterzeichnen ist".

Rat vom Experten
Wir raten ausdrücklich allen Mietern:
  1. Vermieter können aussergesetzliche Zusatz-Klauseln in Mietverträge einbauen - sollten diese aber so kennzeichnen;
  2. Unterzeichnen Sie keine Mietverträge wenn Sie nicht absolut sicher sind, ob die darin enthaltenen Inhalte dem Schweizer Gesetz entsprechen;
  3. Unterzeichnen Sie keine Abgabeprotokolle. Erstellen Sie dafür aber bei Mietantritt sauber erstellte Mängellisten mit Fotos und bis wann die Mängel zu beheben sind;
  4. Fragen Sie MASSELIER Treuhand & Informatik VOR Vertragsabschluss (also vor Mietantritt) - nicht erst bei Uneinigkeit am Ende des Mietverhältnisses.
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<![CDATA[Unser neuer Markenauftritt ist da]]>Fri, 16 Jul 2021 11:22:57 GMThttps://masselier.ch/news/unser-neuer-markenauftritt-ist-da
Heute ist es soweit: Stolz und glücklich präsentiere ich dir meine neue Marke.

Dafür stehe ich mit meinem Namen
Genau so wie es auch in den Qualitätskriterien verdeutlicht wird, ist war es mir seit Beginn an wichtig, dass meine Kunden jederzeit ehrlich, seriös, transparent und persönlich betreut werden.
Aus diesem Grund habe ich mich bewusst dazu entschlossen statt eines Bild-Logos, meinen guten Namen zu verwenden. Mein Name steht für langjährige, konstruktive und freundliche Beziehungen zwischen  Kunden, Lieferanten, Partnern und der Öffentlichkeit.

Persönlich und authentisch - das neue Firmen Design
Bei der Gründung meines Unternehmens habe ich auf die Farbe violett bzw. pink gesetzt, da diese Farbe absolut untypisch ist und als Blickfänger funktionieren sollte. Meine Entscheidung hat sich als richtiger Hingucker herausgestellt und optimal funktioniert, was meine Kunden in Gesprächen immer wieder betonen.
Beim neuen Design habe ich mich von Marketingexperten zu blauen und grauen Farbtönen inspirieren lassen, diese stehen für Sachlichkeit, Fachlichkeit und Transparenz.
Die neue Schriftart soll angelehnt an die alte angenehm lesbar und in allen Medien (Dokumente, WWW, Werbematerial usw.) optimal einsetzbar sein.
Neu sind auch die blauen Icons. Diese sorgen für eine hohe Wiedererkennung und eine durchgehend optimale Orientierung in allen bereitgestellten Inhalten. Wie ein roter Faden zieht sich so das neue Design durch das ganze Unternehmen.

Übersichtlich und Informativ - die neue Website und das Kundencenter
Ich habe mich bei der Gestaltung der neuen Website am Bedürfnis der Besucher orientiert. Oberstes Ziel ist es, dass sich alle Website-Besucher einfach zurechtfinden, bequem navigieren und rasch alle gesuchten Inhalte finden. Aus diesem Grund habe ich den Auftritt auch inhaltlich informativ, schlicht strukturiert und übersichtlich kompakt realisiert.
Es wäre unehrlich wenn ich damit werben würde, dass ich IMMER für meine Kunden da bin. Auch ich bin mal in den Ferien, krank, im Wochenende usw. Aus diesem Grund habe ich das neue Kundencenter geschaffen. Nun können sich alle meine Kunden jederzeit und von überall her in einem bestimmten Mass auch selbst helfen. Im neuen Kundencenter können Aufträge oder Tickets erfasst und bearbeitet werden, man kann seine Rechnungen herunterladen und einsehen, Inventar wie IT, Maschinen, Geräte, Software und Lizenzen können eingesehen werden und es steht eine grosse Datenbank an Fachwissen, Checklisten und Anleitungen zur Verfügung. Die Wissensdatenbank und alle Funktionen des Kundencenters werden laufend ausgebaut.

Typisch Marc Masselier - mehr Platz für Transparenz
Wer mich kennt weiss, dass mir der sichere Umgang mit deinen Daten genau so am Herzen liegt wie Sicherheitunsere Unternehmenswerte und Nachhaltigkeit. Nur logisch, dass ich diesen Themen viel Platz gebe und du damit weisst, wo du mit mir stehst. Zusammen mit vielen Live-Statistiken, beispielsweise den aktuellen Google-Bewertungen und Kunden-Rückfragen, schaffe ich echte Transparenz und erlaube dir mehr als nur einen flüchtigen Blick hinter die Kulissen.

Es ist Zeit fürs "Du"
Am Ende kommt es aber auch immer auf die Art an, wie ich mit dir kommuniziere. Und das werde ich künftig in der «Du-Form». Auf der Website genau so wie im Kontakt per Chat, Email oder Telefon. Denn die «Du-Kultur» ist für mich Sinnbild für eine ehrliche und direkte Kommunikation auf Augenhöhe und im Netz ebenso allgegenwärtig. So ist die Umstellung einfach eine logische Konsequenz.
The End
Zum Schluss noch dies: Ich freue mich. Ich freue mich ausserordentlich. Darüber, dass ich heute meinen neuen Brand zeigen darf. Darüber, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat. Darüber, dass ich nicht nur Kunden nein sogar Fans habe, die bereits früh aktiv meine Marke und mein tägliches Schaffen inspiriert haben. Ein riesiges Dankeschön an alle, die in den letzten Monaten zu diesem Meilenstein beigetragen haben!
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<![CDATA[Wichtigste Kennzahlen der Schweizer Gastronomie 2020]]>Fri, 28 May 2021 14:42:07 GMThttps://masselier.ch/news/wichtigste-kennzahlen-der-schweizer-gastronomie-2020
Im 4. Quartal 2020 gingen im Gastgewerbe gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als 40`000 Stellen und somit jede 6. Stelle verloren - ein historisch hoher Beschäftigungsrückgang.

Die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe stieg massiv an und war 2020 mit durchschnittlich 7.9% mehr als doppelt so hoch wie die der Gesamtwirtschaft. Im Frühling und gegen Jahresende war beinahe jede 10. Person in der Gastro-Branche arbeitslos. Fast alle gastgewerblichen Berufe sind ab 2021 beim RAV meldepflichtig.

Für beinahe 2/3 der Betriebe stellte die Deckung der laufenden Fixkosten die grösste Herausforderung in Zusammenhang mit COVID-19 dar. Doch auch der fehlende Umsatz bereitete Sorgen.

Das Schweizer Gastgewerbe erlitt einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich 40.4% Damit fielen in der Branche 2020 rund 13 Milliarden Franken Umsatz der COVID-19-Krise zum Opfer. Es zeichnen sich regionale Unterscheide - der Ausblick bleibt weiterhin düster.

Die Schweizer Hotellerie verbuchte bei den Logiernächten ein Minus von 40%. Die Nachfrage des ausländischen Tourismus ist um 2/3 eingebrochen. 13.3% aller Schweizer Gastro-Betriebe mussten im Jahr 2020 die Türen für immer schliessen. Im März 2021 war es bereits jeder fünfte Betrieb.

Vor der der COVID-19-Pandemie hatte kaum ein gastgewerblicher Betrieb eine schlechte bis existenzbedrohende Liquidität. Innerhalb eines Jahres stieg dieser Anteil auf 2/3 aller Schweizer Gastro-Betriebe. Der durchschnittliche Verschuldungsgrad stieg von 38.7% auf 50.7%.

12% aller gesprochenen Überbrückungskredite fielen auf das Gastgewerbe. Der durchschnittliche Kredit beträgt pro Betrieb CHF 94`208.00. Das Kreditvolumen der Branche beträgt CHF 1.5 Milliarden.

Im April waren infolge des Lockdowns knapp 178`000 Arbeitnehmende des Gastgewerbes in Kurzarbeit. Ende 2020 fiel im gesamtschweizerischen Arbeitsmarkt jede 3. Stelle in Kurzarbeit auf das Gastgewerbe zurück. Dennoch musste mehr als jeder 3. Betrieb Personal entlassen.

Das gastgewerbliche Angebot hat auf die COVID-19-Massnahmen und das veränderte Konsumverhalten reagiert = mehr Take-away - weniger Catering. Zudem boten Restaurants weniger Spezialitäten an und die Speisekarte wurde verkleinert Die Gästegruppen sind kleiner geworden und die Ausgaben pro Kopf gesunken.

Fast 70% der Bevölkerung konsumieren heute weniger oft auswärts als noch vor Corona - besondere Personen im Home Office und aus der Westschweiz. Trotzdem ist das Sicherheitsgefühl hoch: Ebenfalls fast 70% fühlen sich tendenziell sicher beim Besuch einer Gaststätte.
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<![CDATA[Eigenheimbesitzer können Hypozins zurückfordern!]]>Thu, 06 May 2021 07:46:26 GMThttps://masselier.ch/news/eigenheimbesitzer-koennen-hypozins-zurueckfordern
Wer vor dem Jahr 2015 eine Geldmarkthypothek ­abgeschlossen hat, sollte seinen Kreditvertrag genau studieren: Ist darin für den Fall eines negativen Libor-Satzes keine Untergrenze ­vereinbart, muss die Bank den zu viel verlangten Zins zurückzahlen. 

Die Geldmarkthypothek ist seit Jahren der günstigste Eigenheimkredit – und deutlich billiger als langjährige Festhypotheken. Daher wählen viele Wohneigentümer eine Libor-­Hypothek. Sie orientiert sich am Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Dieser Satz liegt seit ein paar Jahren im Minus. Die Banken änderten aber entgegen dem Vertrag die Berechnungsbasis.

Das war unzulässig, entschied nun das Obergericht des Kantons Zürich. Das bedeutet: Betroffene Eigenheimbesitzer können die zu viel bezahlten Zinsen von der Bank zurückzufordern. Das gilt für Hausbesitzer, die vor dem Jahr 2015 eine Libor-Hypothek abschlossen. Denn damals fiel der Libor-Satz unter die Nullgrenze.

Das Obergericht beurteilte folgenden Fall: Ein Hauseigentümer schloss 2012 mit einer Zürcher Bank einen Vertrag über eine Libor-Hypothek ab. Danach hätte er den je­weiligen Libor-Zins plus eine Marge von 0,4 Prozent zahlen müssen. Anfang 2015 fiel der Libor mit mehr als 0,7 Prozent ins Minus. Somit wäre der Hausbesitzer keinen Zins mehr schuldig gewesen – sondern hätte sogar Anspruch auf eine Gutschrift. 

Trotzdem schickte die Bank dem Kunden regelmässig sogenannte Zinsbestätigungen. Darin hiess es: «Im Falle eines negativen Libor-­Satzes wird ein Libor-Satz von 0,0 % verwendet.» Die Bank belastete dem Mann weiterhin die Marge von 0,4 Prozent. Der Kunde wehrte sich zunächst nicht. Im Jahr 2019 forderte er aber beim Bezirksgericht Zürich die zu viel bezahlte Marge von 222 000 Franken von der Bank zurück. Das Gericht wies die Klage ab. Die Bank habe den geltenden Zinssatz regelmässig mitgeteilt. Der Kunde habe darauf nicht reagiert und den Zins somit stillschweigend akzeptiert.

Mitteilung ist keine Vertragsänderung
Das Zürcher Obergericht sah dies anders: Sendet eine Bank dem Darlehensnehmer eine Mitteilung über den aktuellen Zinssatz, liege noch keine Vertragsänderung vor – selbst wenn der Kunde nicht antwortet und die verlangten Zinsen zahlt. Ein Bestätigungsschreiben sei höchstens ein Hinweis, dass der ­genannte Zins vereinbart sei. Das Obergericht schickte den Fall zurück ans Bezirksgericht, damit dieses abkläre, was die Parteien genau vereinbart haben.

Inzwischen ist das Urteil des Obergerichts rechtskräftig (LB200029 vom 19. Januar 2021). Damit dient es Libor-Kunden als rechtliche Grundlage, um ihr zu viel bezahltes Geld zurückzuverlangen – maximal die bezahlte Marge auf dem Libor. Einen nega­tiven Zins kann man von der Bank nur einfordern, sofern dies ausdrücklich vereinbart wurde: So hat das Bundesgericht entschieden (Urteil 4A_596/2018 vom 7. Mai 2019).

 Tipp: Eigenheimbesitzer mit einer Libor-Hypothek sollten prüfen, was genau im Vertrag steht. Wurde darin die Untergrenze des Libors nicht bei 0 Prozent vereinbart, können sie die zu viel bezahlte Marge zurückfordern. Betroffene können dazu einen Musterbrief bei uns bestellen. 
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<![CDATA[Rückforderung Abgaben Radio & TV 2020 jetzt möglich!]]>Wed, 05 May 2021 06:57:41 GMThttps://masselier.ch/news/rueckforderung-abgaben-radio-tv-2020-jetzt-moeglich
Dass Sie den Rückerstattungsantrag überhaupt stellen können gelten folgende Bedingungen
  • Sie befinden sich in der Tarifstufe 1 und nicht höher
  • Ihre Jahresrechnung weist einen Verlust oder keinen Gewinn (CHF 0.00) aus
  • Sie haben im Geschäftsjahr 2020 weniger als 1 Million CHF Umsatz gemacht

Wenn Ihr Unternehmen Gebühren für Radio & TV (UARTV) bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung für das Geschäftsjahr 2020 zahlen muss oder bereits bezahlt hat, können Sie diese Gebühr nun zurückfordern.

Die für die Gebührenrechnung zuständige MWST Behörde hat auf den Rechnungen (Rückseite) eine Information publiziert, wie Sie die Gebühren via Onlineformular zurück fordern können.

​Ist Ihr Unternehmen nicht MWST pflichtig oder Sie verwenden nicht das Online-Abrechnungsportal der MWST verwenden Sie dieses Formular
Ist Ihr Unternehmen MWST pflichtig und Sie verwenden das Online-Abrechnungsportal der MWST, dann können Sie direkt im Portal in den Geschäftsfällen Radio & TV Gebühr den Rückerstattungsantrag stellen.
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<![CDATA[Arbeitslosenkasse - Spesen sind nicht sozialversicherungspflichtig!]]>Sun, 25 Apr 2021 09:40:37 GMThttps://masselier.ch/news/arbeitslosenkasse-spesen-sind-nicht-sozialversicherungspflichtig
Bei einem Beratungsgespräch mit einem unserer Privatkunden der aufgrund der Corona-Krise schon fast 1 Jahr arbeitslos ist und sich auch in einer arbeitsmarktlichen Massnahme befindet, ist uns eine Unregelmässigkeit in der monatlichen Taggeld-Abrechnung der Arbeitslosenkassen aufgefallen, welche gegen geltendes Gesetz verstösst. Eine erweiterte Ermittlung bei rund 100 Personen (in derselben Situation) hat ergeben, dass dieser Vorfall beileibe kein Einzelfall ist, sondern Anzeichen für Systematik aufweist und dies über diverse Kantone in der ganzen Schweiz verteilt.
  1. Ist uns aufgefallen dass überhaupt keine Spesen abgerechnet wurden;
  2. Ist uns aufgefallen, dass Spesen mit Sozialversicherungsabzug abgerechnet wurden;
  3. Ist uns aufgefallen, dass dies regelmässig, in div. Kantonen und über längere Zeiträume vorkommt;

Erstattung Reise- und Verpflegungskosten bei AMM (Arbeitsmarktlichen Massnahmen)
Wenn Sie arbeitslos sind, kann Sie das RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) in eine AMM (Arbeitsmarktliche Massnahme) wie Bewerbungskurs, Beschäftigungsprogramm, Staplerkurs, Standortorientierung usw.) einteilen. Für die Dauer dieser Massnahme muss die ALK (Arbeitslosenkasse) Ihnen Reise- und Verpflegungskosten über die monatliche Taggeld-Abrechnung abrechnen und auszahlen. Dies sind gemäss Schweizer Arbeitsgesetz Spesen und somit nicht sozialversicherungspflichtig. Das heisst für Sie als Taggeldbezüger:
  1. Prüfen Sie Ihre monatliche Taggeldabrechnung ob diese Spesen überhaupt aufgeführt und somit an Sie ausbezahlt werden;
  2. Prüfen Sie Ihre monatliche Taggeldabrechnung, ob die Spesen unterhalb der Netto-Taggeldsumme und somit als sozialversicherungsfreie Spesen aufgeführt wurden;
  3. Wenn Sie nicht sicher sind - kontaktieren Sie einfach uns, dass wir die Belege für Sie prüfen.

Was tun Sie wenn die Taggeldabrechnung offenbar fehlerhaft ist?
  1. Rufen Sie einfach die für Sie zuständige Arbeitslosenkasse (nicht das RAV) an und weisen Sie die Arbeitslosenkasse darauf hin, dass gemäss der Randziffer A62 des Kreisschreibens AVIG Praxis AMM des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, die Vergütung der Auslagen für arbeitsmarktliche Massnahmen (AMM), insbesondere die Beiträge an Verpflegungs- und Unterkunftskosten nicht Naturallohn im Sinne der AHV-Gesetzgebung und somit nicht beitragspflichtig sind. Wenn die Person am Telefon nicht sagt, dass die Arbeitslosenkasse das korrigieren und Ihnen eine korrigierte Abrechnung zuschickt, verlangen Sie von der Arbeitslosenkasse eine Verfügung;
  2. Sobald Sie die Verfügung erhalten haben, können Sie mit einer Einsprache beantragen, dass die fehlerhafte Taggeldabrechnung zu korrigieren ist. Die Eingabefrist der Einsprache ist auf der Verfügung zu finden;
  3. Sie sollten dann eine korrigierte Abrechnung von der Arbeitslosenkasse erhalten. Geschieht dies nicht, kontaktieren Sie uns oder Ihren Rechtsvertreter für alle weiteren Schritte.

AVIG Praxis AMM Randziffern A58 bis A62 (Seite 27)
Erklärungs-Muster Taggeldabrechnung Arbeitslosenkasse
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<![CDATA[Eigenheimfinanzierung mit Pensionskasse ist heikel!]]>Mon, 12 Apr 2021 13:42:27 GMThttps://masselier.ch/news/eigenheimfinanzierung-mit-pensionskasse-ist-heikel
Immer mehr Haushalte müssen Gelder aus der zweiten Säule einsetzen, um Wohneigentum erwerben zu können. Wie geht das und worauf müssen Sie achten?

Für viele Schweizer Haushalte ist der Traum vom Eigenheim in den vergangenen Jahren immer weiter in die Ferne gerückt. Die Hypothekarzinsen befinden sich zwar auf einem rekordtiefen Niveau – zehnjährige Gelder erhält man in diesen Tagen problemlos für 1% oder noch weniger. So gesehen, könnten sich Frau und Herr Schweizer eine viel teurere Immobilie leisten als noch vor einigen Jahren, als eine solche Hypothek das Doppelte oder mehr gekostet hat. Doch so funktioniert die Rechnung nicht.

Finanzierungsregeln als Hürde
Einerseits haben die Preise für Wohneigentum in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Allein 2020 wurden schweizweit für Eigentumswohnungen durchschnittlich 2,7% mehr gezahlt als im Vorjahr, in der Region Zürich waren es sogar 6,2%.

Dazu haben nicht zuletzt die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten beigetragen, die vielerorts das Kaufen zur günstigeren Variante machen im Vergleich zum Mieten. Die Folge: Seit dem Jahr 2000 sind Eigenheime in Relation zu den Haushaltseinkommen im Trend immer teurer geworden. Gemäss Daten der UBS musste man 2000 für ein Eigenheim etwa 4,5 Jahreseinkommen aufwenden, 2021 sind es fast 6,5.
Andererseits helfen die niedrigen Finanzierungskosten den Hauskäufern nicht, wenn es um die Frage geht, ob die Bank ihnen die Zusage für eine Finanzierung erteilt. Für diese Entscheidung wenden die Kreditgeber nämlich den sogenannten kalkulatorischen Zins an, der meist 5% beträgt, zuzüglich mindestens 1% für Unterhaltskosten und Amortisation der Hypothek.

Diese fiktiven Kosten dürfen nicht mehr als einen Drittel des Haushaltseinkommens ausmachen. Bei einer Hypothekarsumme von CHF 800`000.- muss der Jahresverdienst also mindestens CHF 144`000.- betragen. Selbst Haushalte, die über ein höheres Durchschnittseinkommen verfügen, können sich vielerorts keine 4,5-Zimmer-Eigentumswohnung leisten, schon gar nicht in den teuren Gebieten.
An dieser Stelle kommt die Pensionskasse ins Spiel. Sie kann zum Rettungsanker werden, wenn ein Haushalt die Finanzierungsregeln der Hypothekargeber nicht erfüllt. Wer über zu wenig Eigenkapital verfügt – gefordert werden in der Regel mindestens 20% des Kaufpreises – kann bei einer Beleihung von 80% bis zu 10% des Kaufpreises durch Gelder aus der Pensionskasse als Eigenkapital beibringen. Soll der Eigenkapitalanteil über dem Mindestwert von einem Fünftel liegen, können auch mehr Pensionskassengelder herangezogen werden. Immer unter der Voraussetzung, dass der Anteil des sogenannten harten Eigenkapitals, das nicht aus der zweiten Säule stammt, mindestens 10% beträgt.

Wer dagegen genug Eigenmittel besitzt, aber ein zu niedriges Einkommen hat, kann mit den Pensionskassengeldern die benötigte Hypothekarsumme reduzieren. Im obigen Beispiel müssten dann nur CHF 700`000.- aufgenommen werden und statt CHF 144`000.- müsste der Haushalt nur CHF 126`000.- pro Jahr verdienen, um einen Kredit zu erhalten.

Wichtige Voraussetzungen
Die Verwendung von Pensionskassengeldern im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung ist jedoch an Voraussetzungen geknüpft. Sie dürfen nur für den Kauf von selbstbewohnten Liegenschaften, den Erwerb von Anteilscheinen von Wohnbaugenossenschaften, Renovationen bzw. wertvermehrende Investitionen oder die Rückzahlung von Hypotheken vorbezogen werden. Die Finanzierung von Renditeobjekten oder Zweitwohnungen ist dagegen nicht zulässig.

Ein Vorbezug der zweiten Säule ist nur bis drei Jahre vor Entstehung des Anspruchs auf Altersleistungen möglich. Bis zum Alter von 50 Jahren ist es erlaubt, das gesamte angesparte Vorsorgekapital zu verwenden. Danach darf nur noch auf die Freizügigkeitsleistung zugegriffen werden, auf die man im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätte, oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung zum Zeitpunkt des Bezugs.

Die Mindestsumme für einen Vorbezug beträgt CHF 20`000.- und von der Möglichkeit darf nur alle fünf Jahre Gebrauch gemacht werden. Bei Paaren darf die versicherte Person ihre zweite Säule nur vorbeziehen, wenn der Ehepartner oder die eingetragene Partnerin dem schriftlich zustimmt. Einen Strich durch die Rechnung kann in gewissen Fällen die Pensionskasse machen. Wenn sich diese nämlich in einer Unterdeckung befindet, kann sie den Vorbezug einschränken oder verweigern, wenn das so in ihrem Reglement vorgesehen ist.

Wichtig sind auch die steuerlichen Folgen. Werden Gelder vorbezogen, sind sie so zu versteuern wie eine Kapitalauszahlung zum Zeitpunkt der Pensionierung. Diesen Effekt gilt es einzukalkulieren, wenn man einen gewissen Betrag als Eigenkapital benötigt. Ein steuerlicher Vorteil ergibt sich bei genauer Betrachtung nur sehr selten, wenn man einen Teil vorbezieht und sich einen weiteren Betrag zum Zeitpunkt der Pensionierung auszahlen lässt, statt die gesamte Summe auf einmal zu entnehmen.

Entsprechend muss jeder Einzelfall für sich angeschaut werden. Ebenfalls zu beachten ist, dass steuermindernde Einkäufe in die Pensionskasse nicht möglich sind, solange das vorbezogene Kapital nicht wieder zurückgeführt wurde.

Verpfändung als Alternative
Wird das Wohneigentum veräussert, ist der vorbezogene Betrag wieder in die Pensionskasse einzuzahlen. Gleiches gilt, wenn jemandem Rechte an dem Wohneigentum – wie etwa eine Nutzniessung – eingeräumt werden, die einem Verkauf gleichkommen. Keine Rückzahlungspflicht löst dagegen die Übertragung des Eigenheims auf einen vorsorgerechtlichen Begünstigten aus, also beispielsweise den Ehegatten oder ein minderjähriges Kind.

Bei einem Vorbezug stets zu bedenken sind die Folgen für die Versicherungsleistungen. Immer einen Einfluss gebt es dabei auf das Alterskapital. Wir rechnen ein einfaches Beispiel vor, bei dem der Versicherte ein Bruttoeinkommen von CHF 100`000.- erzielt und im Alter von 40 Jahren CHF 100`000.- aus der Pensionskasse entnimmt.

Unter der Annahme einer durchschnittlichen Verzinsung des Altersguthabens von 1,5% pro Jahr tut sich im ordentlichen Pensionsalter von 65 Jahren in der Pensionskasse eine Lücke von CHF 160`000.- auf. Bei einem Umwandlungssatz von 5,5% bedeutet das ein Absinken der Rente von CHF 28`325.- auf CHF 19`525.- also eine jährliche Einbusse von CHF 8`800.- bzw. fast einem Drittel.

Eine solche Schmälerung der Rente könne man verhindern, indem man die Lücke in der Pensionskasse wieder füllt. Allerdings steigt der dafür nötige Betrag von Jahr zu Jahr. Will man im genannten Fall die Lücke im Alter von 50 Jahren schliessen, ist dazu ein Betrag von rund CHF 128`000.- nötig.

Überprüfen muss man in jedem Fall auch die Auswirkungen eines Vorbezugs auf die Leistungen der Invaliden- und der Hinterlassenen Rente. Zwar sind diese heutzutage in der Regel an das versicherte Gehalt gekoppelt, bei einigen Pensionskassen gilt aber noch die früher übliche Bindung an das Alterskapital.

Alternativ zum Vorbezug ist es auch möglich, das Alterskapital zu verpfänden, um fehlendes Eigenkapital zu ersetzen. In diesem Fall ist es möglich, einen höheren Kreditbetrag aufzunehmen, üblicherweise bis zu CHF 900 000.- bei einem Kaufpreis von 1 Mio. Fr. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass das Altersguthaben nicht angefasst und die Leistungen nicht geschmälert werden. Allerdings haftet man dann auch mit dem Vermögen, das eines Tages das Einkommen speisen soll und die Tragbarkeitsregeln sind schwerer einzuhalten. Wir raten normalerweise von diesem Weg ab, ausser die Bank gewährt ihren Kunden spürbar bessere Kreditkonditionen.

Allgemein empfehlen wir, den PK-Vorbezug gut abzuwägen. Gerade wenn die Tragbarkeit nur knapp gegeben ist, sind die Risiken hoch. Am sinnvollsten ist es, wenn der Vorbezug als Überbrückungsfinanzierung fungiert und innerhalb von höchstens zehn Jahren wieder in die Kasse eingezahlt wird.
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<![CDATA[IT-Kauf: So finden Sie den passenden Computer-Bildschirm]]>Mon, 15 Mar 2021 14:19:48 GMThttps://masselier.ch/news/it-kauf-so-finden-sie-den-passenden-computer-bildschirm
Bildschirmformat 
Bis zu einer Grösse von 27 Zoll (70 cm) haben die meisten Monitore das Format 16 : 9. Das ist das Verhältnis zwischen Breite und Höhe. Wer häufig mit vielen Programm-Fenstern gleichzeitig arbeitet, sollte sich den Kauf eines überbreiten Monitors überlegen. Ein 34-Zoll-Monitor (86 cm) im Format 21 : 9 kann zum Beispiel fast vier A4-Seiten nebeneinander anzeigen. Auf gekrümmte, vergleichsweise teure Monitore kann man aber verzichten.

Helligkeit 
Dieser Wert wird meist in der Masseinheit cd/m2 ­angegeben. Früher gab es grosse Unterschiede zwischen den Geräten, heute sind fast alle gleich gut. Das zeigen Untersuchungen der deutschen Stiftung Warentest. Deren Experten raten: «Justieren Sie die Bildschirmhelligkeit an Ihrem Monitor. Beim Kauf ist sie häufig auf 100 Prozent eingestellt. Das ist in der Regel viel zu hell.»

Bildschärfe 
Die Anzahl Bildpunkte eines Monitors wird in Pixeln angegeben. Grundsätzlich gilt: Je mehr Pixel, desto schärfer das Bild. Auf den Verpackungen findet man auch Begriffe wie Full HD oder 4K. Bei «FullHD» zeigt der Bildschirm 1920 Pixel in der Breite und 1080 in der Höhe, bei «4K» 4096 Pixel in der ­Breite und 2160 in der Höhe. Ein guter Monitor sollte min­destens «Full HD» erfüllen.

Verstellbarkeit
Monitore sollten sich an den Benutzer anpassen lassen. Sie müssen kippbar und in der Höhe verstellbar sein. Typische Bürokrankheiten wie Verspannungen, Kopf- und Augenschmerzen deuten auf einen falsch aufgestellten Monitor hin.

Diese Punkte sollten Sie beachten
  • Der obere Bildschirmrand sollte etwa auf Augenhöhe des Benutzers sein;
  • Der Abstand zwischen dem Monitor und dem Benutzer sollte etwa einen halben Meter betragen;
  • Den Computerbildschirm im rechten ­Winkel zum Fenster aufstellen. Der Grund: So gibt es weniger störende Reflexionen durch Sonnenlicht;
  • Der Bildschirm sollte etwa 5 bis 35 Grad nach hinten gekippt werden.

Bildschirmgrösse 
Im Laden wird die Monitorgrösse meist in Zoll angegeben. 1 Zoll entspricht 2,54 Zentimetern (cm). Die gebräuchlichsten Grössen sind 24 Zoll (rund 60 cm) sowie 27 Zoll (70 cm). Das ist die Distanz zwischen der linken unteren und der rechten oberen Bildschirmecke. Grösser ist nicht unbedingt besser. Massgebend für die Klarheit des Bildes ist die Anzahl Pixel, die ein Monitor darstellt.

Spiegelungen 

Es gibt zwei Arten von Bildschirmoberflächen: matte oder glänzende. ­Matte Bildschirme stellen Farben nicht so leuchtend dar wie glänzende. Sie ermüden die Augen aber deutlich weniger. Ausserdem sind sie weniger anfällig für störende Spiegelungen durch Lampen oder Sonnenlicht. Darum gilt für den Normalfall: Nur matte oder entspiegelte Bildschirme kaufen.

Bildqualität
Ob ein Monitor ein gutes Bild liefert, erfahren Kunden nur durch Produkt-Tests oder im Laden.

Anschlüsse 
Bildschirme schliesst man mittels eines HDMI-Kabels am Computer an. Viele Monitore verfügen zudem über USB-Anschlussbuchsen. So muss man beispielsweise USB-Sticks, Tastatur und Maus nicht mehr umständlich am PC unter dem Schreibtisch anstecken. Stossend: Moderne Laptops – besonders Geräte von ­Apple – haben nur noch wenige Stecker. So verfügt etwa das Apple MacBook Pro nur über vier USB-C-Buchsen. Der HDMI-Anschluss fehlt. Deshalb sollte man einen Adapter oder einen Bildschirm mit USB-C-Stecker kaufen (siehe K-Tipp 15/2019). Der Laptop kann über den USB-C-Stecker mit Strom versorgt werden.

Diese Begriffe können Sie ignorieren
Farbraum: Unter diesem Stichwort finden Kunden Begriffe wie «sRGB», «Adobe RGB» und «DCI-P3». Sie beschreiben, wie ­viele Farben ein Monitor darstellen kann und wie genau. Das ist nur für Profis wie Fotografen, Videoschneider und Grafiker von Belang.

HDR: Das Kürzel steht für «High Dynamic Range» – hoher Kon­trastumfang. Das Bild solcher Monitore zeigt mehr Details in hellen und dunklen Bereichen. Ebenfalls nur für Profis von Belang.

Curved: Monitore mit gebogenem Bildschirm wie in unserem Beitrags-Bild bringen nur Computerspielern Vorteile. Für normale Bürobenutzer sind sie eher störend. Grund: In Tabellen werden die Linien gekrümmt dargestellt und zudem muss bei sehr grossen gebogenen Monitoren der Sichtwinkel zum Monitorbild durch Änderung der Kopfhaltung immer geändert werden, dass man wieder gerade auf den Inhalt sehen kann.

Hertz: Die meisten Bildschirme haben 60 Hertz. Das heisst: Sie zeigen 60 Bilder pro Sekunde an. Das reicht in der Regel aus.

Reaktionszeit: Diese Zahl zeigt an, wie schnell der Monitor auf Veränderungen des angezeigten Bildes reagiert. Für normale Büroanwendungen ist der Wert irrelevant. Spieler sollten auf Bildschirme mit 13 Millisekunden und weniger achten.
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<![CDATA[Nachlass: Weshalb brauche ich einen Vorsorgeauftrag?]]>Sun, 14 Mar 2021 07:57:02 GMThttps://masselier.ch/news/nachlass-weshalb-brauche-ich-einen-vorsorgeauftrag
Was ist ein Vorsorgeauftrag?
Mit einem Vorsorgeauftrag kann man wenn man bei geistiger Gesundheit ist, vorsorgen für den Fall sollte man seine Urteilsfähigkeit verlieren. Man bestimmt eine Person welche für einen schaut, einen umsorgt, welche die wichtigen Entscheidungen treffen kann und auch mein Vermögen verwalten kann.

Wie muss ich einen Vorsorgeauftrag formulieren?
Es braucht gar nicht soviel drin stehen. Hauptsächlich muss man die Person beschreiben die einen vertreten soll. Wir haben eine sehr gute Vorlage auf unserer Seite Informationen in der Rubrik Anleitungen/Infos/Checklisten zum Download bereit gestellt.
Wenn man den Vorsorgeauftrag verfassen will, muss man darauf achten, dass dieser rechtsgültig ist. Das ist dann eine bisschen grössere Hürde, weil man den Auftrag nicht einfach mit dem PC oder Schreibmaschine schreiben kann, sondern man muss alles von A-Z von Hand schreiben, datieren und unterzeichnen.
Alternativ wenn das einem zu aufwendig ist oder man nicht mehr körperlich in der Lage ist handschriftliche Dokumente zu erstellen (massives Zittern, motorische Störungen, körperliche Behinderung etc.), kann man zu einem Notar gehen und den Vorsorgeauftrag zusammen mit diesem erstellen und öffentlich beurkunden lassen.

Brauchen auch Ehepaare einen Vorsorgeauftrag?
Es ist sehr wichtig, dass auch Ehepaare untereinander einen Vorsorgeauftrag machen. Es ist zwar von Gesetzes wegen her so, dass Ehepartner untereinander ein gesetzliches Vertretungsrecht haben, durch welches man gewisse Sachen für den anderen erledigen kann. Diese gewissen Angelegenheiten beziehen sich aber auf normale Alltagsgeschäfte und nicht auf weiterführende, komplexere Angelegenheiten zu denen der Vorsorgeauftrag gehört.
Wenn es ein bisschen ausserordentlich wird, z. B. wenn man eine Liegenschaft kaufen oder verkaufen will oder ein Altersheim auswählen und dauerhaft bezahlen muss, dann kommt wieder die KESB zum Zug wenn man kein Vorsorgeauftrag hat. Das kann man eben aber vermeiden wenn Ehepartner auch einen Vorsorgeauftrag abschliessen.

Kann mich MARC MASSELIER Treuhand & Informatik beim Aufsetzen des Vorsorgeauftrages unterstützen?
MARC MASSELIER Treuhand & Informatik berät umfassend zu allen Vorsorgethemen und da gehört der Vorsorgeauftrag natürlich dazu, dass man z. B. auch im Rahmen einer Nachlassplanung klärt wer soll den für den Fall einer (hoffentlich nicht eintretenden) Urteilsunfähigkeit für einen schauen. Wir können die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden abholen und dies dann in einem Vorsorgeauftrag ausformulieren.
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